Von Energieversorgern und Stadtwerken bis hin zu den Herstellern von Erneuerbaren-Energien-Technologien gibt es eine Vielzahl von Akteuren, die sich an der Energiewende beteiligen sollten. Den Herstellern und Anbietern erneuerbarer Energien wird jedoch, wie eine aktuelle Befragung von EUPD Research belegt, das größte Engagement in der Energiewende zugeschrieben. Mehr als die Hälfte von 2.000 Hausbesitzern sieht in dieser Gruppe ein hohes oder sehr hohes Engagement. Auf politischer Ebene wird die Arbeit von Bündnis 90/Die Grünen als deutlich unterstützend für die Energiewende anerkannt.

Bonn – 2. Juni 2020. Die Energiewende bringt einen fundamentalen Umbau des gesamten Energiesystems mit sich – vom Strom- über den Wärme- bis hin zum Verkehrssektor. In diesem Prozess sind sämtliche Akteure des Energiemarktes und als übergeordnete Instanz die Politik gefordert. Eine aktuelle Befragung vom Bonner Markt- und Wirtschaftsforscher EUPD Research unter 2.000 Hausbesitzerinnen und -besitzern im Auftrag des Stromspeicher-Spezialisten E3/DC zeigt hierbei auf, welches Engagement den einzelnen Akteursgruppen zugeschrieben wird.

Mit deutlichem Abstand benennt mehr als die Hälfte der Befragten die Hersteller und Anbieter von Erneuerbaren-Energien-Technologien als die Akteursgruppe mit hohem oder sehr hohem Engagement für die Energiewende. Wenngleich weiteren Akteursgruppen wie Stromnetzbetreibern oder Energieversorgern wesentliche Aufgaben in der Energiewende zufallen, so ist hier die Beurteilung des Engagements deutlich zurückhaltender. Entsprechend spiegeln die Befragungsdaten ebenfalls die noch zu geringe Aktivität in der Verkehrswende wider: lediglich ein Viertel der Befragten nimmt ein stärkeres Engagement der Automobilbranche wahr.

Dr. Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC, mahnt mehr Verantwortung an: „Die Analyse von EUPD Research zeigt einmal mehr, dass die Bürgerinnen und Bürger erkannt haben, wie wichtig das Engagement von Herstellern wie E3/DC für die Energiewende ist. Doch wenn der Staat nur unzureichende Rahmenbedingungen setzt, um eine konsequente Energiewende einzuleiten, sehen die traditionellen Akteure aus Energie- und Automobilwirtschaft keine Notwendigkeit, von überkommenen Geschäftsmodellen abzuweichen.“

Auf politischer Ebene lässt sich analog zur Wirtschaft ein ebenso klares Bild erkennen. Knapp zwei Drittel der Befragten bewerten das Engagement von Bündnis 90/Die Grünen für die Energiewende als hoch und sehr hoch. Mit deutlichem Abstand folgen die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD. Mit einem Anteil von 56 Prozent gering und sehr gering attestiert mehr als die Hälfte der befragten Haushalte der AfD kein bzw. lediglich ein minimales Engagement für eine schnelle, umfassende Energiewende.

Dr. Martin Ammon, Geschäftsführer von EUPD Research, sieht die Politik in der Pflicht, mit dem gesetzlichen Bekenntnis zum Ausbau von erneuerbaren Energien ein Signal an die Bürgerinnen und Bürger zu senden: „Insbesondere vor dem Hintergrund eines globalen Wiederaufbaus nach der Corona-Krise ist es essentiell, dass die Politik Rahmenbedingungen schafft, die die Energiewende in allen Aspekten voranbringt.“