Rekordhitze in der Arktis und brennende Regenwälder zeigen unübersehbar die Dringlichkeit einer globalen Energiewende auf. CO2-Emissionen müssen umgehend massiv reduziert werden, um den Schaden für Mensch und Natur noch begrenzen zu können. In der Hoffnung, klimafreundliche Anreize für die Wirtschaft zu schaffen, führt die Bundesregierung ab 2021 eine CO2-Abgabe für die Bereiche Wärme und Verkehr ein.[1] Aktuelle Marktforschung belegt aber, dass neben der Bepreisung hoher CO2-Emissionen auch die Belohnung des Engagements für die Energiewende gefordert wird.

11. August 2020 – Im Auftrag des Stromspeicher-Spezialisten E3/DC hat der unabhängige Marktforscher EUPD Research gut 2.000 Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu ihrem Wissensstand und ihren Einschätzungen bei wichtigen Energiewendethemen befragt. Auch Motivatoren und Hindernisse für klimafreundliches Engagement waren Teil der Erhebung.

Die Ergebnisse zeigen, dass Bürgerinnen und Bürger den Luft- und Schiffsverkehr sowie die Industrie als größte Verursacher von CO2-Emissionen wahrnehmen und diese entsprechend am höchsten mit Abgaben belasten würden. Auch beim Auto sind die Befragten bereit, CO2-Bepreisungen zu akzeptieren, allerdings wurde dies mehrheitlich erst auf Rang 3 genannt. Die Akzeptanz von spezifischen CO2-Abgaben für die Bereiche Strom und Wärme findet hingegen kaum Zustimmung.

Die Bürgerinnen und Bürger sehen außerdem die Vergabe von Prämien für klimafreundliches Handeln als sinnvoll an. Zwei Drittel der Befragten sprechen sich dafür aus, dass Maßnahmen für das aktive Einsparen von CO2 belohnt werden sollen. Hierunter würde zum Beispiel der Umstieg von veralteten Strom- und Wärmeanlagen auf moderne Technologien fallen, die auf erneuerbaren Energien basieren – wie etwa die Wärmepumpe oder die Elektromobilität. Dr. Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC, kommentiert: „Die Kombination aus Photovoltaik- und Speichersystem für den privaten Haushalt trägt aktiv zur Einsparung von CO2 bei. Es müssen jetzt echte Anreize geschaffen werden, damit die Bürgerinnen und Bürger traditionelle Systeme durch klimafreundliche Alternativen ersetzen. Eine CO2-Bepreisung in der geplanten Höhe allein reicht nicht aus, um die Energielandschaft in Deutschland nachhaltig zu verändern.“

EUPD-Research Geschäftsführer Dr. Martin Ammon fasst zusammen: „Unsere Befragungsergebnisse beweisen einmal mehr, dass deutschlandweit die Bereitschaft bei Bürgerinnen und Bürgern vorhanden ist, sich an den Kosten der Energiewende zu beteiligen – zum Beispiel durch höhere Flugpreise. Auf der anderen Seite ist es jedoch auch wichtig, das Engagement der Bürgerinnen und Bürger entsprechend zu honorieren.“

[1] Presse- und Informationsamt der Bundesregierung im Mai 2020.