Nachrüstung von S10 MINI und KWK-Anlage
Gelungene Nachrüstung mit S10 MINI und KWK-Anlage
Fakten auf einen Blick
Standort: 26121 Oldenburg
PV-Anlage: 5,6 kWp
Speicher: S10 MINI, 9,2 kWh
KWK-Anlage: Remeha eVita
Brauchwasserwärmepumpe: Brötje
Elektroauto: Citroen C-Zero + E3/DC Wallbox
Jahresverbrauch: 5.000-6.000 kWh Strom und Wärme
Seit Juni 2015 ist Gerold Henne zufriedener Nutzer eines S10 MINI von E3/DC. Es bildet das Herzstück eines intelligenten Energiemixes in seinem Wohnhaus und macht den Eigentümer weitgehend unabhängig vom öffentlichen Stromnetz.
Gerold Henne bewohnt ein typisches norddeutsches Eigenheim aus den 50er Jahren, das von Beginn an in Familienbesitz war. Es hat 250 Quadratmeter Wohnfläche. 2012 ließ Henne auf dem Dach seines Anwesens eine 5,6 kWp Photovoltaikanlage installieren.
Drei Jahre später erweiterte der Hausbesitzer seine Energieversorgung um den Stromspeicher und ein Mikro-BHKW.
Das kleine Hauskraftwerk speichert sowohl den PV-Strom vom Dach, als auch den KWK-Strom aus dem Keller. „Der Wechselrichter zur Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom war durch die Photovoltaik-Anlage bereits vorhanden“, erklärt Installateur Holger Laudeley. Das erleichterte das weitere Vorgehen erheblich. Den Einbau der Mikro-KWK-Anlage empfahl er als energiesparenden Ersatz für die alte Ölheizung, die pro Jahr etwa 4.500 Liter schluckte. Das neue Heizgerät von Remeha in Hennes Haus basiert auf dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei treibt ein Stirlingmotor einen Generator an, der Strom erzeugt.
Gleichzeitig entsteht Abwärme, die zum Heizen und zur Warmwasserbereitung genutzt wird. Das Strom-Wärme-Verhältnis liegt in diesem Fall etwa bei 1:5, d.h. auf ein Kilowatt Strom kommen fünf Kilowatt Wärme.
Im Sommer, wenn üblicherweise nicht geheizt werden muss, genügt eine Brauchwasserwärmepumpe von Brötje zur Bereitung von Warmwasser. Für lange, kalte Winter steht zusätzlich zur KWK-Anlage noch ein Spitzenlastkessel bereit. So ist Gerold Hennes Wärmeversorgung in jeder Jahreszeit abgesichert.
Während der Hausbesitzer die Wärme direkt verbrauchen kann, wird der Strom aus PV- und KWK-Anlage zunächst im S10 MINI zwischengespeichert. Am Abend oder an bewölkten Tagen können die Akkus dann entladen werden.
Entstehende Stromüberschüsse an sonnenreichen Tagen speist das Gerät automatisch ins Netz ein. Dafür erhält Dr. Henne eine Einspeisevergütung von 12,7 Cent pro Kilowattstunde für den PV-Strom. Für den KWK-Strom würde er lediglich 5,7 Cent als KWK-Bonus bekommen. Daher macht es Sinn, diesen Strom entweder direkt zu verbrauchen oder im Hauskraftwerk zu puffern und dadurch zu „veredeln“. Strom aus dem öffentlichen Netz muss der Hauseigentümer nur selten in kleinen Mengen beziehen – erst dann, wenn alle Akku-Reserven des Speichers aufgebraucht sind.
Und noch ein weiteres Puzzleteil in Hennes neuer Energieversorgung trägt jetzt zum maximalen Eigenverbrauch bei: ein Citroen C-Zero. Das kleine Elektroauto wird über eine Wallbox von E3/DC aufgeladen. Diese ist ebenfalls mit dem Hauskraftwerk verbunden. So muss Gerold Henne noch weniger Strom mit Verlust ins öffentliche Netz einspeisen, sondern nutzt ihn stattdessen für umweltfreundliche Mobilität.
„Durch meine eigene Strom- und Wärmeproduktion kann ich mich ein großes Stück weit unabhängig von den steigenden Energiepreisen machen. Das gibt mir ein gutes Gefühl“, betont Gerold Henne.