Keine direkte Erreichbarkeit aus dem Internet
Ein wichtiger Grundsatz: Das Hauskraftwerk nimmt keine Anfragen aus dem Internet an, eingehende Verbindungen werden von der Anlage grundsätzlich abgeblockt. Damit wird sichergestellt, dass das Gerät nicht direkt aus dem Internet angegriffen werden kann. Portweiterleitungen sollen grundsätzlich nicht eingerichtet werden. Auch für die Integration in andere Energiemanagementsysteme benötigte Schnittstellen, die teilweise eine unverschlüsselte Kommunikation ermöglichen, sind standardmäßig deaktiviert. Zusätzlich prüft das Hauskraftwerk die Herkunft von entsprechenden Anfragen und lehnt Verbindungen außerhalb des vorgesehenen lokalen Netzwerks ab.
Sicherer Betrieb auch ohne Internet
Das Hauskraftwerk ist so konzipiert, dass es seine Kernaufgaben auch ohne Internetverbindung wahrnehmen kann. Ein Anlagenbetrieb ohne Cloud- oder Internetanbindung ist grundsätzlich möglich. Allerdings stehen wichtige Zusatzfunktionen wie Fernwartung, Datenaufbereitung im Portal, KI-basiertes Energiemanagement oder Wetterprognosen dann nicht zur Verfügung.
Verschlüsselte und authentifizierte Kommunikation
Für die Kommunikation nach außen gilt bei E3/DC grundsätzlich das Prinzip: Verschlüsselung und Authentifizierung. Nicht nur die Übertragung selbst wird abgesichert. Es wird darüber hinaus immer geprüft, wer Daten oder Befehle an das System senden darf. Das Hauskraftwerk verfügt über ein eigenes Rollenkonzept mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen – beispielsweise für Betreiber, Installateure sowie Servicetechniker bzw. den Technischen Support. Je nach Rolle dürfen unterschiedliche Einstellungen vorgenommen und Befehle ausgeführt werden. Entscheidend ist dabei: Die Anlage prüft die Berechtigung selbst. Die Rechte werden nicht allein von einem zentralen Fernwartungsserver durchgereicht. Über das RSCP-Protokoll besitzt jedes Kommando ein bestimmtes Berechtigungslevel; die Anlage kontrolliert selbst, ob der Benutzer dieses Level besitzt.
Keine statischen Schlüssel für Installateure
Ein wichtiger Sicherheitsaspekt ist der Umgang mit Zugängen für Installateure. Statt eines statischen Schlüssels, der auf der Anlage hinterlegt und möglicherweise weitergegeben werden könnte, wird die Berechtigung gegen das E3/DC-Backend geprüft. Für die Inbetriebnahme ist deshalb immer eine Internetverbindung erforderlich. Auch der Missbrauch von Zugangsdaten würde erkannt werden, etwa wenn ein Installateurskonto gleichzeitig an ungewöhnlich vielen Standorten verwendet wird.
Kontrollierte E3/DC-Infrastruktur und Cloud-Kommunikation
Die Systeme kommunizieren ausschließlich mit von E3/DC kontrollierten Systemen. Zwar kommen auch große Cloud-Hyperscaler zum Einsatz, die Infrastruktur und die darauf laufenden Systeme werden jedoch von E3/DC selbst kontrolliert und gewartet. Dafür gibt es unter anderem ein internes DevOps-Team. Die Hauskraftwerke kommunizieren zunächst mit einem kontrollierten Fernwartungsserver, der die Daten gegebenenfalls an die Cloud-Infrastruktur weitergibt.
Eigene Softwareentwicklung und dauerhafte Sicherheitsupdates
E3/DC setzt konsequent auf eine hohe Kontrolle über die eigene Software. Es werden vergleichsweise wenige externe Bibliotheken eingesetzt und viel Code selbst entwickelt. Ein besonders wichtiger Punkt ist die langfristige Updatefähigkeit. E3/DC verfolgt von Beginn an das Prinzip, die Hauskraftwerke kontinuierlich mit aktueller Software zu versorgen. Selbst die ersten Serienanlagen aus 2012 erhalten weiterhin aktuelle Software. Bei neuen Hardwarekomponenten wird bereits bei der Entwicklung berücksichtigt, wie diese später aktualisiert werden können. Das ist für ein langlebiges Energiesystem besonders relevant: Auch ältere Anlagen müssen gegen neu entdeckte Sicherheitslücken wirksam geschützt werden können.
Monitoring und Penetrationstests
Die gesamte E3/DC-Flotte wird kontinuierlich überwacht. So kann E3/DC beispielsweise regelmäßig prüfen, welche Prozesse auf den Anlagen laufen und ob unbekannte oder unerwartete Prozesse festgestellt werden. Für Fernwartungsserver und Portal werden zudem Penetrationstests durchgeführt. E3/DC prüft zunehmend auch, inwieweit KI-basierte Methoden bei solchen Tests eingesetzt werden können, um zusätzliche Schwachstellen zu identifizieren.
Zusammenfassung
Die Cybersecurity-Strategie bei den E3/DC-Hauskraftwerken fußt auf zentralen Prinzipien:
1. Keine Angriffsfläche:
Keine direkte Erreichbarkeit aus dem Internet und standardmäßig deaktivierte unsichere Schnittstellen.
2. Abgesicherte Kommunikation:
Verschlüsselung und Authentifizierung für externe Kommunikation.
3. Strikte Zugriffsbegrenzung:
Rollenbasiertes Berechtigungssystem und zusätzliche Prüfung der Rechte direkt auf der Anlage.
4. Lebenslange Aktualität:
Automatische Software- und Sicherheitsupdates über den Produktlebenszyklus.
5. Kontinuierliche Systemüberwachung:
Monitoring, Penetrationstests und Reaktion auf gemeldete Schwachstellen.
1. Keine Angriffsfläche:
Keine direkte Erreichbarkeit aus dem Internet und standardmäßig deaktivierte unsichere Schnittstellen.
2. Abgesicherte Kommunikation:
Verschlüsselung und Authentifizierung für externe Kommunikation.
3. Strikte Zugriffsbegrenzung:
Rollenbasiertes Berechtigungssystem und zusätzliche Prüfung der Rechte direkt auf der Anlage.
4. Lebenslange Aktualität:
Automatische Software- und Sicherheitsupdates über den Produktlebenszyklus.
5. Kontinuierliche Systemüberwachung:
Monitoring, Penetrationstests und Reaktion auf gemeldete Schwachstellen.
