110.000 der größeren Hauskraftwerke lieferten bundesweit Daten
Jedes Hauskraftwerk von E3/DC misst am Netzanschlusspunkt einen für den Netzzustand entscheidenden Wert: die Spannung. E3/DC hat über das Pfingstwochenende hinweg bei 110.000 Kundenanlagen Werte gesammelt und ausgewertet. „Die Situation ist vollständig beherrschbar, bei über 80 Prozent der Hausanschlüsse gab es noch größere Spannungsreserven, weitere 18,4 Prozent erreichen den Bereich zwischen 243 und 253 Volt und nur 0,15 Prozent schalteten zeitweise sauber und unkritisch im Sinne der Norm ab“, berichtet Bartholomäus.
Damit liegen wertvolle Daten vor allem aus Netzgebieten vor, die den Schluss zulassen, dass die Ortsnetze durch PV-Kleinanlagen auch in Ausnahmesituationen nicht überlastet sind. Auch wird die gebäudeorientierte Photovoltaik (gemäß der Spannung) dem Anspruch gerecht, dass dieser Strom tatsächlich im Verteilnetz bleibt und im jahreszeitlichen Gang auch komplett dort verbraucht wird. „Nach Ansicht von E3/DC sollten die Einspeisungen der Kleinanlagen bis 30 kWp wie bisher weiter nicht direktvermarktet werden, weil die umliegenden Nachbarn in keiner Weise anders günstig physikalisch versorgt werden können“, sagt Dr. Andreas Piepenbrink, CEO von E3/DC. Die aktuelle Höhe der Einspeisevergütung sei sinnhaft gewählt und diene einem flächendeckenden Ausbau moderner Gebäude mit entsprechendem Auftrag zur lokalen Versorgung.
„Physikalisch betrachtet ist Energy Sharing bereits im Ortsnetz vorhanden, die aktuellen Pläne in Richtung Direktvermarktung können für Kleinanlagen teure Bürokratie bedeuten. Der abrupte Wegfall der Einspeisevergütung sollte im Bundestag nicht beschlossen werden“, so Piepenbrink.



